So. Ich trete dann mal über.

#984 Jetzt war ich lange genug in der CSU. Der Erfolg dieser Partei ist ja allmählich etwas langweilig. Die praktische Politik der CSU fährt Ergebnisse zwischen „Sehr gut“, „Gut“ und selten mal „Befriedigend“ ein; andere Noten gibt’s quasi nicht. Der Haushalt als eine der wichtigsten politischen Errungenschaften steht da wie kein anderer in Deutschland und ist weltweit einer der besten. Daran gewöhnt man sich, und viele nehmen das als naturgegeben hin und glauben, daß das immer so wäre. Oh nein.

Und dann sind da auch all die öden Sprüche: „Gibt es Regen oder Schnee, trägt die Schuld die SPD; wenn aber die Sonne lacht, hat’s die CSU gemacht“. Was soll das denn bedeuten? Oder dieser hier, © FJS: „Manchmal irren ist menschlich; immer irren ist sozialdemokratisch“: Auch wenn es nicht wortwörtlich zu nehmen ist, jedenfalls nicht ganz, so ist es doch ein flotter Spruch. Aber vor diesem Spott gilt es die alte Tante SPD zu schützen.

Bei den neuesten Umfragen (Sonntagsfrage) kommt die SPD im Bund (!) nur noch auf 20 %. Wenn man aber einige ihrer Protagonisten reden hört – etwa die Herren Gabriel, Stegner, Schäfer-Bümbel oder den unvergleichlichen Oppermann – dann sollte man meinen, daß die SPD erstens immer Recht und zweitens meistens miese Laune hat, drittens vor Arroganz kaum laufen kann und viertens kurz vor dem Sturz ins Bodenlose steht; in Bayern kommt sie gerade noch auf 16 %. Das ist das Niveau einer Klientelpartei.

Nun also, SPD, freue Dich: Der alte Schwarze hilft Dir wieder auf die Sprünge. Mit der Kraft des Wortes, als Florett oder Säbel, wollen wir gemeinsam dem drohenden Absturz wehren! Wie wär’s?

Aber vielleicht überlege ich mir das doch noch einmal. Die Vorstellung, auf dem Parteitag der bayerischen SPD dem Herrn Pronold lauschen zu müssen, läßt dann doch ein Gefühl so tiefer Mattigkeit in mir aufkommen, daß ich das vielleicht doch lieber lasse…

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