Begrenzen – Helfen – Organisieren

#894 Die Begrenzung des Zuzugs von Flüchtlingen in dieses Land ist ein fester Topos dieses Blogs. Zugleich wird gefordert, den bei uns angekommenen Menschen energisch zu helfen.

Das ist das einzige Richtige diesen Menschen gegenüber und das einzig Richtige uns selbst gegenüber. Wenn sie schnell gut deutsch sprechen, dann hilft das ihnen und ist zugleich für diese Gesellschaft gut. Wenn ihre Kinder dann, wenn sie deutsch sprechen – und Kinder lernen schnell –, gleich in die Schule gehen, ist das gut für sie – Lebenssinnstiftung – und gut für uns.

Wir können nicht einerseits die realen Probleme eines unkontrollierten Zuzugs beklagen und andererseits uns verweigern, wenn es darum geht, diese Probleme anzugehen. Wir sind gefordert, jenseits einer für das Resultat dieser Integrationsaufgabe nicht ausschlaggebenden „Willkommenskultur“ real wirksam die Herausforderungen anzugehen. Die vielzitierte „Willkommenskultur“ ist nicht nur ein sprachlicher Unfug; es kommt nicht darauf an, ob jemand mit einem Blumenstrauß am Bahnhof steht, und am besten noch an jenem Bahnhof, an dem der Willkommenskulturträger sowieso vorbei kommt. Das ist vor allem dafür gut, das Gefühl zu bestärken, selbst ein guter Mensch zu sein; herzlichen Glückwunsch. Nach dem Abklingen der Begeisterung wäre es aber gut und nötig, von der verschwurbelten Symbolebene zu den Tatsachen zurückzukehren.

Ein wichtiger Schritt hierzu ist der neue Flüchtlingsausweis. Das ist keine Kleinigkeit. Eine enorme Unsicherheit kam über die Menschen in Deutschland, als bekannt wurde: „Wir wissen nicht, wer kommt. Wir wissen nicht, wer wohin geht.“ Ebene diese Unordnung, diese unnötig herbeigeführte Hilflosigkeit hat ganz wesentlich zur Verunsicherung der Bevölkerung geführt. Die Nichtüberwachung unserer Grenzen ist ein schlimmer Aspekt; denn wer glaubt, daß da nur Flüchtlinge kämen und nicht auch andere den gegenwärtigen illegalen Zustand ausnutzen, ist bestenfalls naiv.

Dieser Flüchtlingsausweis ist, wie Michael Frieser MdB in einer Pressemitteilung vom 09.12.2015 feststellte, für eine beschleunigte Bearbeitung der Asylverfahren nötig. Die Vorstellung, wie die Integration der Flüchtlinge erfolgen soll, wenn sie nicht einmal erfaßt werden, ist zu absurd. Sie steht für den Unwillen vieler Menschen. Das Integrationspflichtgesetz, das seitens von Teilen der CDU nun gefordert wird, ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Es ist auch richtig, die Menschen, die – eine faire Verteilung in Europa mitgedacht – bei uns bleiben, schnell und gut zu integrieren sind. Die vielleicht beidseitige Verweigerungshaltung der 60er, 70er und so weiter darf sich nicht wiederholen.

In diesem Zusammenhang ist auch sicherzustellen, daß die Flüchtlinge nicht in ihrer althergebrachten Mentalität verharren. Dies führte lediglich dazu, daß sie ihre Konflikte etwa aus Syrien hierher brächten. Deswegen nehmen wir sie nicht auf. Mit dem Ortswechsel hat auch ein gewisser Mentalitätswechsel einherzugehen, also: die Bereitschaft, sich auf dieses Land innerlich einzulassen.

Ein Teil dieses notwendigen Mentalitätswechsels ist die innere Bereitschaft, ein bewußtes Miteinander mit Christen und Juden zu leben. In diesem Sinne findet am Sonntag, 13.12.2015 von 11 bis 14 Uhr ein „abrahamitisches Fest“ in der Nürnberger Villa Leon statt. Dabei geht es nicht darum, Unterschiede zu leugnen oder mit einer Wohlfühlpampe zu verbergen; Unterschiede sind da, sie sollen auch sichtbar bleiben, anerkannt werden. Worauf es ankommt, ist kein ödes und leeres „wir sind doch alle Menschen“; das hilft nicht weiter. Was weiter hilft, das ist das Erkennen, wer man selbst und wer der andere ist und wie man es gut miteinander aushält, oder, noch rudimentärer: überhaupt miteinander aushält. Die drei großen monotheistischen Religionen, die sich alle auf den biblischen Stammvater Abraham zurückführen, versuchen zu zeigen, daß man miteinander leben kann. Die Betonung liegt hier durchaus auf dem Wort „miteinander“: Ein Nebeneinander eben soll vermieden werden; das hilft den Flüchtlingen nicht weiter und schadet uns.

Deswegen gilt: Zuzug begrenzen (und in Europa fair verteilen), Hilfe leisten und die nötigen Maßnahmen organisieren.

Im Übrigen stelle ich den Antrag, daß unsere Grenzen zu schützen sind.

 

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