Im Sturm: Ruhe bewahren!

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© Freud

#873 Zuweilen hat der Deutsche an und für sich, möchte man meinen, kein größeres Problem als den Krümmungsgrad von Bananen. Derzeit aber, das darf man sagen, sind unsere Probleme anderer Natur, dringender, drängender, gefährlicher.

Gerade jetzt kommt es darauf an, einen ruhigen, sachlichen Kurs zu fahren und nicht in Schnappatmung zu verfallen. Letztere rettet einen über ein paar Sekunden hinweg, aber nicht auf Dauer.

Der bayerische Löwe an und für sich hat die Ruhe weg; siehe obiges Bild. Und wenn es einmal stürmisch wird, dann darf er nicht nervös werden, hysterisch werden, Fehler begehen: dann soll er ruhig und nachdenklich bleiben, dann soll er auf die Realität achten.

Als ein russisches Flugzeug über dem Sinai abgeschossen wurde und es als ziemlich gesichert gelten darf, daß einen  Bombe an Bord des Flugzeugs den Tod von 224 Menschen herbeiführte, wurde darüber diskutiert, wie man einen solchen Anschlag künftig verhindern könne. Man sprach dabei natürlich auch über das Bodenpersonal im ägyptischen Flughafen Scharm El-Scheich. Nun würde doch wohl kein Mensch auf die Idee kommen, hier von „Hetze“ gegen das Bodenpersonal zu sprechen.

Oder man nehme die Sicherheitskontrollen, denen sich jeder von uns z.B. am Flughafen unterziehen muß: fühle ich mich dadurch in meiner Würde verletzt? Nein.

Aber wenn ein bayerischer Minister darauf hinweist, daß sich der IS das gegenwärtig nichtexistente, deutsche Grenzregime zunutze machen wird, um Terroristen einzuschleusen, dann wird der Vorwurf laut, man „hetze“ gegen die Flüchtlinge. Der Vorwurf ist nicht richtig und fällt auf die zurück, die ihn erheben.

Die Grenzen müssen geschlossen werden, die Menschen müssen über die Grenzübergänge einreisen, damit wir wissen, wer zu uns kommt. Das ist die notwendigste Forderung, die dringend umgesetzt werden muß.

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