This is not an exercise

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#858 Es ist ernst. Die Lage verschärft sich. Die Opposition, bis hin zu den Rändern links und rechts, wittert Morgenluft und feiert fröhliche Urständ‘ – schon deswegen, weil Opposition immer nur fordert, besserwisserisch tut, angibt mit den ach so tollen Plänen – wird sie doch als Opposition nie in die Verlegenheit kommen, dies auch realiter unter Beweis zu stellen.

Die Linksextremen nerven mit ihrer nationalfeindlichen Grundhaltung, die verachtet, was wir sind. Die Rechtsextremen gefährden mit ihrer haßerfüllten Egozentrik, die schnelle Lösungen verspricht wie im Märchen, und dann ist es doch immer nur Rumpelstilzchen, der da krakeelt.

Es kann auch nicht damit getan sein, ständig auf’s Neue die Bundeskanzlerin (und CDU-Vorsitzende) zu mahnen, wenn dann doch nichts passiert. Entweder erklärt man sie in der Union für sakrosankt, weil alternativlos – ein schönes Merkel-Wort –, oder aber sie ist eben nicht sakrosankt, dann muß aber dem Mahnen auch ein Machen folgen. Was nicht geht, das ist, sie für alternativlos zu erklären, mit ihrer Politik nicht einverstanden zu sein und dann mal eine Runde zu schmollen.

Man gewinnt auch nicht an Glaubwürdigkeit, wenn man immer wieder etwas ankündigt und das dann nicht macht. Das geht so weit, daß man irgendwann einmal „Feuer!“ ruft, weil es wirklich brennt, aber die Feuerwehr diesen mal wieder ausgerufenen Alarm für einen Fehlalarm hält, ja: halten muß.

Das wichtigste Zeil derzeit muß es sein, den Streit in der Union zu beenden. Der Wähler verzeiht manches, aber Streit nicht. Zerstrittene Parteien sind es, die er nicht wählen wird. Darüber müssen wir uns im Klaren sein. Dieses Land und seine Menschen jedenfalls sind zu wichtig, als das wir mit ihnen wie in einem riesigen Freiluftexperiment die wirren Thesen der Extremen ausprobieren sollten; wir bleiben bei Maß und Mitte. Es muß jetzt eine gemeinsame Linie gefunden und gehalten werden. Die wird von allen Kompromisse erfordern; aber die Zeit der markigen Worte und starken Männer (und Frauen) ist vorüber. Verantwortung braucht Geschlossenheit.

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