Maß halten!

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#845 Als die Väter und Mütter des Grundgesetzes 1948 auf der Insel Herrenchiemsee tagten und den Artikel 16 hinein schrieben, der das Asylrecht gewährt, war Deutschland ein zerstörtes Land. Niemals wäre es damals jemandem in den Sinn gekommen, daß Millionen Menschen, die keinen Bezug zu diesem Land haben, hierher kommen wollen. Es war einfach nicht vorstellbar.

Schon aus diesem Grunde – und vielen weiteren – schrieb man damals keine Begrenzung in das Grundgesetz hinein. Es hätte sich übrigens auch aufgrund der Tatsache, daß in der vorangegangenen Ära des Nationalsozialismus Deutsche, demokratische Deutsche, linke Deutsche, konservative Deutsche, jüdische Deutsche, christliche Deutsche im Ausland Asyl suchten, verboten. Aufgrund der damaligen Umstände, der mangelnden Mobilität, des Nichtvorhandenseins von Internet und sozialen Netzen, waren es, verglichen mit heute, nur wenige, die entrinnen konnten.

Es wäre damals unnötig und falsch gewesen, ein Signal der Begrenzung ins Asylrecht hineinzuschreiben. Aber das waren die Umstände damals, und sind nicht die Umstände heute.

Die heutigen Umstände mit ihrem Wirrwarr an Informationen sind nicht immer nur ein Grund zu Freude, sondern sind zuweilen irritierend. Da schmarren Kommentatoren irgendeinen Unsinn daher von wegen „Behebung des Fachkräftemangels durch die Flüchtlinge“. Zum einen ist das mit dem Fachkräftemangel durchaus auch eine moderne Sage, die man bezweifeln darf. Die Anzahl jedenfalls der Unternehmen, die insolvent gingen, weil sie keine Fachkräfte fanden, dürfte immer noch gegen Null gehen.

Die sozialdemokratische Arbeitsministerin Andrea Nahles, die per se zu verehren diesem Blog nicht unterstellt werden dürfte, hat sich vor den Bundestag gestellt und erklärt, daß bestenfalls zehn Prozent der Flüchtlinge überhaupt in den Arbeitsmarkt integrierbar wären (übrigens nicht als „Fachkräfte“). Und die anderen 90 %? Die wandern direkt in die Sozialsysteme.

Was die kulturelle Integration betrifft, wird es auch angesichts der fast rein männlichen Zuwanderung schwierig werden.

Die Menschen, die derzeit in großer Zahl zu uns kommen, erkennen großteils den Staat Israel nicht an. Sie erkennen oft Frauen nicht an, beispielsweise Ärztinnen oder Richterinnen.

Wir können schon eine ordentliche Zahl von Menschen in unsere Gesellschaft integrieren und wollen das auch tun. Aber nicht eine Million, und schon gar nicht eine Million im Jahr. Diese Gesellschaft ginge schneller verloren, als manche glauben.

Man darf nicht glauben, daß die Menschen, die hierher kämen, die dortigen Probleme dort ließen. Die bringen sie mit. Man erkennt das daran, daß schon laut darüber nachgedacht wird, ob man sie zur Vermeidung von noch mehr Massenschlägereien getrennt nach Religionen unterbringen soll. Wo sind wir denn?

Dieses Land hier ist ganz gut so, wie es ist. Wir müssen nicht aus Deutschland ein Deutsch-Syrien machen. Es werden übrigens gerade jene jungen, zornigen jungen Männer dort gebraucht, um den Krieg zu beenden. Wir helfen; daran soll es keinen Zweifel geben. Und vielleicht ist es auch nötig, manche Belastung hinzunehmen. Aber es hilft niemandem weiter, dieses Land kaputt zu machen.

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