Brehm hat doch recht

auf der Fürther Straße – © Freud
auf der Fürther Straße – © Freud

#843 Sebastian Brehm hat dieser Tage angemahnt, daß Nürnberg nicht langweilig werden soll. Als Beispiel hat er die Fürther Straße genannt, die einmal einer der prächtigsten Straßenzüge Deutschlands war und inzwischen zu einer absurden Ansammlung von sinnlosen Verschwenkungen wurde (deren Nebenflächen hauptsächlich zum unerlaubten, aber wichtighalterischen Abstellen von garantiert ehrlich erarbeiteten Autos vor Wettbüros dienen). Und zu einer merkwürdigen Straße mit zu schmalen Spuren. Oma Meier traut sich da nicht mehr zweispurig zu fahren, aber der forsche Jungmann X. schon. So wird in Nürnberg dem Recht des Stärkeren zu neuer Wirkung verholfen. Ob das aber gewollt ist? Ob das gut ist?

Mit den roten Ampeln geht es weiter. Verkehrsplanungschef (ein Treppenwitz, diese Bezeichnung) Jülich wird nicht müde zu behaupten, daß das alles töfte sei und Nürnberg einen der leistungsfähigsten Rechner für die Ampeln habe, der ganz toll eingesetzt werden würde.

Gut. Wenn das wahr ist oder er wirklich daran glauben sollte – dann schlage ich vor, daß mit dem Rechner eine andere, von gutwilligen Experten erdachte Ampelschaltung an einer Modellanlage getestet werden soll. Wenn’s dort flüssiger läuft, dann setzen wir das um. Na, Herr Jülich: Wie wär’s? Haben Sie den Mut, diesen Test zu wagen?

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