Keine Gewalt

CSU-Ortsverband beim monatlichen Stammtisch
CSU-Ortsverband beim monatlichen Stammtisch

#806

Gestern traf sich der Ortsverband Muggenhof-Gostenhof-Leyh der CSU, um über die Gewalt durch die „organisierte Autonomie“ neutlich zu sprechen.
Mit Teilnahme der Stadträte Thomas Pirner, Werner Henning und Joachim Thiel, mit dem CSU-Kreisvorsitzenden Jochen Kohler und den CSU-Ortsvorsitzenden Ralf Regnat, Birgit Eckstein und Claudia Bälz wurde klar: Das Thema bewegt. Wir nehmen es nicht hin, daß sich irgendwelche mehr oder minder uniform gekleidete Zeitgenossen das Recht herausnehmen wollen, anderen vorzuschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben. Hier hilft es, gemeinsam mit den anderen demokratischen Parteien, Solidarität zu üben und den anmaßenden Zeigenossen der „organisierten Autonomie“ die Grenzen aufzuzeigen.
Am Jamnitzer Platz – © Freud
Am Jamnitzer Platz – © Freud
 Natürlich gab es auch Vorstöße, über die Themen hinter dem Vorfall zu sprechen. Aber es bleibt dabei, daß die Gewalttätigen für ihre strafbare Aktion nicht dadurch belohnt werden, indem man über ihr Thema spricht.
Daß es hier bei uns keine Gentrifizierung gibt, steht zwar auch fest – aber auf einem anderen Blatt. Und ob es per se schlecht ist, wenn alte „Ratznfallen“ durch menschenwürdige Gebäude ersetzt werden, ist auch keineswegs entschieden. Vielfach sind die „Aktivisten“ gegen eine angebliche „Gentrifizierung“ Menschen, die selbst nicht wirklich eine einfache Wohnung haben, sondern eine durchaus gute – wie auch viele, die in der „organisierten Anarchie“ ihre persönliche Variante von „Räuber und Gendarm“ spielen wollen, nicht wirklich aus Gostenhof stammen, sondern aus gutbürgerlichen Elternhäusern anderswo in der Stadt.
Aber das kennen wir seit Jahrzehnten: Junge Menschen probieren sich aus, und das sollen sie auch ruhig tun; dafür ist Jugend schließlich da. Aber freilich, wie immer im Leben gibt es auch hier Grenzen, und die Grenze verläuft weit vor jener Gewaltaktion. Es ist wichtig, daß sich die „organisierte Autonomie“ davon distanziert und den Vorfall öffentlich bedauert.
Dabei spielen Ablenkungsmanöver, Scheinvorwürfe an das Opfer („hat provoziert“) und anderes keine Rolle und dürfen niemanden beirren: Wer Gewalt übt, ist raus. Und darin müssen alle, die für die freiheitliche-demokratische Grundordmnung eintreten, zusammenstehen.
Am Jamnitzer Platz – © Freud
Am Jamnitzer Platz – © Freud
Damit das nicht falsch verstanden wird: Aus nachbarschaftlichen Gründen fänden wir es besser, wenn man ohne diesen Zaun auskäme. Das ändert aber nichts daran, daß dieser Zaun legal ist. Das ist zu akzeptieren.  Oder, um es anderes auszudrücken: Man muß kein Fan des Zauns sein, um körperliche Gewalt absolut abzulehnen. Wir hoffen, daß eine von möglichst vielen begrüßte, gemeinsame Lösung gefunden wird. Ob die „organisierte Autonomie“ so eine Lösung begrüßt oder nicht, ist uns herzlich egal: Die haben hier nichts zu melden.
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