Schluß mit der Infantilisierung

© Skripta TV
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#786 Die Geschichte um den Niedergang Griechenlands von der Wiege der Demokratie (500 v. chr.) hin zu einer bitteren Ironie derselben (heute) ist traurig und nicht nur voller Irrtümer, sondern auch voller falscher Legenden.

„Pacta sunt servanda“: Verträge sind einzuhalten. Das gilt für jeden. Innerhalb der EU und der Eurozone ist dies einer der wichtigsten Grundsätze. Nur dann, wenn sich jeder Mitgliedsstaat an seine freiwillig geschlossenen Verträge hält, kann das alles funktionieren.

Diese griechische Regierung hält sich nicht an Verträge – verlangt aber vom Rest Europas, sich daran zu halten und noch zusätzlich zu leisten. Diese Regierung aus Sozialisten, Kommunisten und Faschisten hält sich nicht an Vereinbarungen, will dann binnen Tagen ein schon auf dem Stimmzettel schlimmstens manipuliertes Referendum abhalten und erwartet von EU und Eurozone, daß sie dem gehorchen, was die Griechen abstimmen.

Das ist natürlich alles hochgradig lächerlich. IWF-Chefin Christine Lagarde verlangte neulich, statt mit den Spielhallenzockern Tsipras und Varoufakis endlich mal mit Erwachsenen reden zu dürfen: Das beschreibt die Lage durchaus.

Die Infantilisierung von Politik ist ein Merkmal jener üblen Kerle, die Griechenland derzeit die größte Katastrophe seiner Geschichte bescheren. Es wird viele Menschen geben, die unter dieser Entwicklung so leiden, daß sie es nicht mehr ertragen. Diese Leben haben der dümmlich grinsende Herr Varoufakis und Konsorten auf dem Gewissen. Sie sind sich nicht im Ansatz ihrer Verantwortung bewußt.

Griechische Rentner hungern, und Herr Varoufakis fährt mit dem Motorrad vor. Griechische Jugendlich kriegen keine Ausbildung und, wenn doch, keinen Arbeitsplatz. Herr Tsipras kommt cool und ohne Krawatte zu EU-Treffen, um freche Forderungen zu stellen.

Jeder sieht das Ende kommen, und man kann nichts mehr tun. Das Problem mit den Sozialisten ist, wußte Margaret Thatcher, daß ihnen irgendwann das Geld anderer Leute ausgeht.

Jetzt ist es wieder einmal so weit, und zwar mit Griechenland. Hier helfen auch all die Rufe nicht, daß man das verhindern müsse. Erstens wäre das eine Aufgabe, die finanziell Europa überfordern würde, weil es nicht mit einem Scheck getan wäre – da müßte jeden Monat ein Scheck geschickt werden, und das könnte niemand leisten. Zweitens würden dann ein, zwei, drei Jahre später andere kommen und ähnliches fordern: die Eurozione, die EU würde implodieren und wir wären schnell wieder im Europa der egoistischen Nationalstaaten, und Kriege wäre weitaus wahrscheinlicher als heute. Man darf nicht vergessen, daß Europa vor allem ein enormes Friedenswerk ist.

Aber das verträgt eben keine zündelnden Kinder an seinem Fundamt. Diese müssen nun schleunigst hinaus – und dürfen dann wieder hinein, wenn sie gelernt haben, daß man seiner Verantwortung nicht durch blöde und gierige Sprüche gerecht wird.

Griechenland wird den Weg des Balkans gehen, wenn es nicht schnellstens und rigoros umsteuert. Für ein Europa der Freiheit und Gleichheit muß man schon auch etwas tun. Die Dividendemaus Eurozone und EU ist für alle Staaten weitaus größer als die mögliche Dividende ohne sie. Das müssen die Griechen verstehen, ihre unfähige Regierung hinwegfegen und schnellstens neu anfangen. Heute ist der Ultimo.

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