Wie doof und dreist man sein kann

Yania Varoufakis – Yanis-Varoufakis-Berlin-2015-02-05.jpg – Jörg Rüger – via Wikimiedia – CC BY-SA 3.0
Yania Varoufakis – Yanis-Varoufakis-Berlin-2015-02-05.jpg – Jörg Rüger – via Wikimiedia – CC BY-SA 3.0

#776 Es ist zuweilen nicht leicht, einen ruhigen Kopf zu bewahren. Zum Glück muß ich das auch nicht, denn Freund & Feind wissen, daß ich Ehrenmitglied im Verein für deutliche Aussprache bin.

Ein gewisser Gianis Varoufakis wird der Grieche sein, der in den kommenden Jahren und Jahrzehnten verflucht werden wird wie keiner sonst. Er wird die Verantwortung haben für Elend, Leid und Armut der Griechen; mehr noch als der Premierminister. Letzterer hat sich längst im Gestrüpp seiner Wahlkampflügen verstrickt.

Erschreckend und erstaunlich ist immer wieder, daß sich die Unreifen dieser Erde in Dinge einmischen, von denen sie nichts verstehen, hinterher mit ahnungslosem Gesichtsausdruck herumstehen und beteuern, sie hätten es doch nur gut gemeint.

Man sollte verstehen, daß man nicht besonders böse, besonders hinterlistig oder besonders schurkenhaft sein muß, um erkleckliches Unheil anzurichten: auch ein ahnungsloses Kind kann mit einer Streichholzschachtel ein großes Haus niederbrennen. Ursache und Wirkung müssen zueinander nicht im gleichen qualitativen Verhältnis stehen: Um Griechenland ins Elend zu stürzen, muß man kein Schurke sein – es reicht, wenn Blödheit und Chuzpe aufeinandertreffen.

Sie wissen nicht, was Chuzpe ist? Es handelt sich dabei um eine besondere Form der Frechheit:

Der Angeklagte steht vor Gericht, weil er seine beiden Eltern erschlagen hat. Sagt der Richter: „Angeklagter, Sie haben das letzte Wort.“ Sagt der Angeklagte: „Hohes Gericht! Habt’s Erbarmen mit einem armen Waisenkind!“

So verhält sich Gianis Varoufakis: Erst richtet er ein Unheil nach dem anderen an, und dann soll man eben deswegen Mitleid mit ihm haben. So geht das nicht. So geht das nicht mehr lange. So geht das nicht gut.

Markus Söder hat vor wenigen Tagen anläßlich des Bezirksparteitags der CSU eine deutliche Mahnung ausgesprochen: Wir sind solidarisch, aber nicht blöd. Wir helfen, wenn Griechenland sich anstrengt. Wer aber darauf wartet, daß wir und andere Europäer, die ärmer sind als das Griechenland von heute, den griechischen Karren auf eigene Kosten aus dem Dreck ziehen, in den es griechische Fuhrleute gefahren haben und in dem es die Herren Tsipras und Varoufakis festgefahren haben, der irrt. Dieser übrigens auch der mehrfachen öffentlichen Lüge und des Verrats überführte Verderber der Griechen ist Teil des Problems – und keiner wie auch immer gearteten Lösung. Griechenland muß sich von dieser Sowjetregierung (in Kollaboration mit Faschisten) befreien, um voranzukommen.

Markus Söder hat in einem Beitrag für eine Sonntagszeitung klargemacht, daß Schengen kein Naturgesetz ist. Wenn der Preis für offene Grenzen eine derartige Kriminalität ist, wie sie bei den – angekündigten! – Kontrollen während des G7-Gipfels in Elmau sichtbar wurde, dann sind viele, vielleicht die Mehrheit der Bürger Bayerns nicht bereit, diesen Preis zu bezahlen. Es wird darüber zu sprechen sein, wie man der Kriminalität auf Reisen Widerstand entgegensetzen kann, ob mittels der Wiedereinführung von Grenzkontrollen, ob mit verlängerter Schleierfahndung oder anderem mehr; aber zusehen – nein, zusehen kann man diesen Zuständen nicht. Wir sind nicht die wehrlosen Opfer einer vorgeblichen Freizügigkeit, die wegen ihres eklatanten Mißbrauchs keine ist.

Wieder einmal steht die „Koalition mit dem Bürger“ vor Aufgaben, die sie bewältigen muß und wird. Griechenland und das Schengener Abkommen sind letztlich zwei Aspekte desselben Sachverhalts: Wir in Bayern sind nicht die Deppen, weder der Euro-Zone noch der EU. Gut, wenn das alsbald kapiert wird.

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