So geht das

CSU Signet Bayernwahl knapp

#772 Wenn zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht das selbe. Es gibt die eine oder andere Partei, und alle haben sie Parteitage. Doch wenn die anderen einen haben und wenn wir einen haben, dann ist das nicht das gleiche.

Bei den einen kommt praktisch niemand. Bei anderen nimmt man es gar nicht wahr, weil nichts wichtiges dabei passiert. Bei wieder anderen weiß man gar nicht, wer überhaupt die Köpfe dieser Partei sind. Und manche schwadronieren sowieso nur. Aber bei uns – da ist es anders.

Da werden die deutschen Tageszeitungen – und nicht nur die bayerischen –  berichten. Warum ist das so?

Natürlich, Bayern ist nicht irgendwer. Es ist ein besonderer Flecken Erde, der Freistaat ein besonderes Stück Heimat. Wir sind natürlich lange schon ein global player. Bayern hat seine Auslandsvertretungen, hat gleichsam seine eigenen Botschafter. Wir haben eine gute Wirtschaft, einen guten Haushalt, sind ein erfolgreiches Bundesland.

Das alles ist kein Zufall und resultiert nicht alleine aus einer schönen Landschaft vom Main bis zum Inn. Es ist auch der Bayer, Franke, Schwabe nicht von Haus aus intelligenter oder fleißiger als andere Menschen. Es ist die Politik, die hierzulande stattfindet, die Bayern erfolgreicher als andere sein läßt. Es ist, und da mag der natürlich stets linke Gutmenschen-Zeitgeist sich die Haare raufen, so er denn welche hat, Resultat der Politik der CSU.

Den Kritikern der CSU fällt ja schon lange keine wirkliche Kritik mehr an uns ein, sondern meist nur ein beckmesserisches Wichtigmachen nach dem Motto: „Das würden wir genau so tun wie die CSU, nur mit einer hübschen Schleife drum herum“. Und alle wissen, daß das nicht stimmt.

Die, die so groß tun und gerne auch nur einen Bruchteil der Erfolge der CSU hätten, versagen, wenn ihnen der Wähler anderswo Gelegenheit dazu gibt, ihr Können unter Beweis zu stellen. Dann zeigt sich nämlich schnell, daß eine große Klappe zu haben recht wohlfeil ist, aber eine gute Regierungsarbeit gar nicht so leicht ist. Man sehe sich an, wie Frau Kraft in Düsseldorf dermaßen versagt, daß schon lange niemand mehr sie als Kanzlerkandidatin der SPD genannt hat. Dann muß das wohl der Dicke machen (nein, nicht ich), nolens volens. Oder man sehe sich den doch etwas spießigen Herrn Kretschmann in Baden-Württemberg an. Lange Zeit war dieses Bundesland ein ernstzunehmender Mitbewerber Bayerns, wenn es um politische Erfolge ging. Aber ach, tempi passati: das war einmal.

Und so werden sich manche Blicke nach Nürnberg richten, wenn Markus Söder morgen Rechenschaft legen, Positionen fixieren, Pläne verkünden wird.

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