Israel im Dialog (Tag 6)

Jerusalem mit dem Felsendom (mit der goldenen Kuppel), erbaut 691/692. Gleich dahinter (hier nicht zu sehen) ist die Klagemauer. – © Freud
Jerusalem mit dem Felsendom (mit der goldenen Kuppel), erbaut 691/692. Gleich dahinter (hier nicht zu sehen) ist die Klagemauer. – © Freud

#767 Um auf etwas sehen zu können, darf man nicht „innen“ sein. Unser Hotel ist einen Steinwurf vom Jaffa-Tor entfernt, als so „innen“, wir man in Jerusalem nur sein kann. So fuhren wir raus, um einen Blick auf die Stadt zu haben und so manches zu verstehen. Ein alter Satz sagt, daß man nur sieht, was man weiß. Und das stimmt nicht nur bei Kunst und Kultur, sondern auch bei Geschichte und Politik. Nur wenn man die Hintergründe weiß, versteht man, warum das Goldene Tor von Süleyman dem Prächtigen zugemauert wurde. Und vieles andere mehr.

Nach dem Blick von außen fuhren wir ins Kidron-Tal und begannen das, was wohl Millionen von Touristen jedes Jahr in Jerusalem machen: einen an den Religionen und an der Geschichte orientierten Besuch der Stadt, die als wohl einzige ein so zentraler Punkt im Bewußtsein so vieler Menschen ist.

Der Tag brachte viele Erfahrungen und Erlebnisse. Für uns als Gruppe ist auch klar, daß es bei den vielen Gemeinsamkeiten eben auch Aspekte gibt, die dem einen mehr bedeuten als dem anderen.

Das haben wir alle vorher gewußt und das ist auch gut und richtig so. Es kommt bei solchen Unterschieden darauf an, daß wir den anderen so akzeptieren und respektieren, wie er ist. Hier soll es kein Vereinnahmen geben, sondern eine Vielfalt in der Verschiedenheit. Auch um das zu erleben und zu erproben, sind wir gemeinsam nach Israel gefahren.

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