Israel im Dialog (Tag 4)

#765 Ein Erholungsurlaub ist diese Reise nicht, aber wir sind auch nicht zur Erholung gekommen, sondern zum interreligiösen Dialog. Früh sprachen wir im Kibbuz über die Erfolge und Mißerfolge der Idee Kibbuz. „Zum Glück verdienen wir mit unserer Fabrik für Fußbodenheizungsrohre genug Geld, um uns den Sozialismus im Kibbuz leisten zu können.“ Das bedarf keine weiteren Erörterung.

Eine ziemlich spannende Vorstellung einer uns ungewohnten Lebensweise:Im Kibbuz Sha'ar HaGolan. – © Freud
Eine ziemlich spannende Vorstellung einer uns ungewohnten Lebensweise:Im Kibbuz Sha’ar HaGolan. – © Freud

Dann ging es auf den Golan, auf den Mount Bental. Man mag ja das eine oder andere lesen; aber es hier zu sehen, ist doch etwas ganz anderes. Niemand machte sich wegen der israelischen Soldaten Sorgen. Das wäre bei anderen „Soldaten“ ganz anders: in Sichtweite tobt der Bürgerkrieg, wütet der IS. Auf der westlichen Seite kann sich jeder so verhalten, wie er es für richtig hält.

Oberhalb der Linie über dem Grün: Syrien. – © Freud
Oberhalb der Linie über dem Grün: Syrien. – © Freud

Oben ist auch das Kaffee („Coffee“) Annan, das natürlich an den Generalsekretär der UN erinnert. Auf dem Parkplatz stand auch ein Wagen der UN. Warum, fragten sich manche.

Vom Golan (hier etwa 1.200 m über Normal Null) ging es nach Kapernaum oder Caphernaum, 212 m unter dem Meeresspiegel. Nach Besichtigung der Ausgrabungen ging es auf einem Boot über den See.

Kinneret (See Genezareth) – Freud
Kinneret (See Genezareth) – Freud

Wir fuhren nach einem Imbiß am Ufer des Sees – es gab u.a. dort gefangenen Petersfisch – nach Zfad: ein Zentrum der mystischen Art des Judentums. Es gab viel zu sehen. Danach ging es über das den Drusen und den Muslims wichtige Grab des Schwiegervaters von Moses abends ins Hotel zurück. Es war ein anstrengender, touristischer Tag. Das muß auch mal sein. Und jetzt bin ich ziemlich müde.

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