Israel im Dialog

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Reise nach Israel: Menschen im Dialog. Beim Morgencafé. Der Koffer ist schon fertig, aber der Rucksack mit allem technischen Gerät will noch gepackt sein. Und sage keiner, daß das schnell getan sei. Alleine all die Ladegeräte, die Kamera und so weiter! Denn es gilt, diese Reise gut zu dokumentieren. Zwei Juden, zwei Christen und elf Muslime reisen gemeinsam – Dialog der Religionen – heute nach Israel.

Wir tun das nicht im Versuch, alle Fragen mit einer realitätsfremden Hamsoniesauce zuzuschütten. Da sind zuweilen (Marx: „Das Sein bestimmt das Bewußtsein“) verschiedene Meinungen. Wir wollen zeigen, daß man diese verschiedenen Meinungen haben und trotzdem friedlich miteinander umgehen kann. Das ist das eine Ziel, das wir gemeinsam haben.

Als Mitglied der IKGN und als Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Nürnberg und Mittelfranken, als Kreisvorstandsmitglied der CSU trete ich diese Reise an, um guten Willen, Dialogbereitschaft und die Bereitschaft zu zeigen, die eigene Position hinterfragen zu lassen.

Der Zweifel ist immer ein Zeichen von Nachdenklichkeit, und die Abwesenheit von Zweifel war schon immer ein Merkmal des Fanatismus. Und wer nachdenklich ist, der schießt nicht auf den anderen.

So, und jetzt wird fertig gepackt.

Umfrage bei den Reiseteilnehmern auf dem Weg zum Flughafen, welches die Erwartungen an diese Reise seien.

Heike:             „Viele Eindrücke sammeln.“

Hartmut:        „Mit vielen Leuten sprechen und wahrnehmen.“

Ramazan:      „Erkenntnisse über Freundschaft und Frieden sammeln.“

Ömer:             „Hoffentlich viele Vorurteile abbauen.“

Ugur:              „Vorurteile abbauen.“

Hüseyna:       „Miterleben, wie die drei Weltreligionen miteinander auskommen.“

Ayse:              „Erfahrungen über das Leben der Menschen dort sammeln.“

Merve:            „Neue, eigene Eindrücke jenseits der Medien sammeln.“

Sara:                „Kulturelle Eindrücke sammeln.“

Bei der Ankunft in Tel Aviv auf dem Ben Gurion-Flughafen gab es eine kleine Verzögerung, weil ein Teil unserer Gruppe keinen deutschen, sondern einen türkischen Paß hatte. Aber auch das wurde gelöst, und so fuhren wir mit unserem Guide Meir (ein Münchner Israeli) und dem Fahrer Yiad (ein muslimischer Palästinenser) hinein nach Tel Aviv, bezogen Quartier im Hotel, spazierten abends zum Strand. Einige probierten Shwarna – die hiesige Variante eines Döner, aber die meisten waren nach dem Bummel nur noch müde.

Morgen geht’s los mit unserer Tour: Tel Aviv und Yafo!

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