Tarnen und täuschen? Die NN verharmlost.

Hammer und Sichel
Hammer und Sichel

#726 Hammer und Sichel stehen für Mord, für Unfreiheit, für Unterdrückung wie nur wenige andere Symbole. Kürzlich wurden diese Symbole wieder gezeigt, und der NN ist dies nicht nur keinen entsprechenden Hinweis wert – das wird in einen größeren Kontext eingebettet, als ob man dann als Journalist nicht mehr darauf hinweisen müßte.

Der größere Zusammenhang, in den das embedded, also eingebettet wird, ist das Newruz oder Nouruz-Fest der iranischen Völker, ein Neujahrsfest, das zum Frühlingsbeginn gefeiert wird.

Was haben Hammer und Sichel damit zu tun? Nichts natürlich. Es stellt lediglich einen passenden Oktroyismus dar. In den Nürnberger Nachrichten („Mehr Nürnberg, dort S. 1) wird so getan, als sei das ein spaßiger Regionalkult, und unter der anbiedernden Überschrift „Prosit Newruz!“ wird dieses Spektakel der Leserschaft nähergebracht. Auch im Artikel: kein Wort zu den etwa sechs Fahnen der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands, jenem mit der Demokratie nicht in Verbindung zu bringendem Radikalorgan mitleidloser, selbsternannter Weltverbesserer.

Man scheint dort, also bei den NN, das Schwenken von Hammer und Sichel für in etwa so harmlos zu halten wie einen frittierten Snickers-Riegel (ja, das gibt’s). Aber das ist es nicht. Überall dort, wo Menschen unter Hammer und Sichel leben mußten, war die Freiheit verloren, durfte man nicht mehr frei sprechen und denken. Überall dort, wo Hammer und Sichel herrschten, brach das System unter seiner eigenen Unmenschlichkeit politisch oder Unfähigkeit wirtschaftlich zusammen oder läßt – wie auf Kuba – die Menschen dem harten Dollar nachlaufen.

Die Feinde der Freiheit feiern fröhliche Urständ‘, die NN berichtet darüber und findet nur den Vorwand des Aufmarschs von Hammer und Sichel erwähnenswert. Hammer und Sichel aber werden nicht einmal erwähnt. Man tut so, als sei das normal. Aber das ist es nicht.

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