Er weiß, was er tut

Finanzminister Dr. Markus Söder MdL - © Freud
Finanzminister Dr. Markus Söder MdL – © Freud

#709 Der Zeitungsleser an und für sich ist doch ein armer Kerl. Auf ihn prasseln Meldungen ein, er versucht sie zu sichten, zu sortieren und auf die richtige Weise zu verstehen. Das aber ist manchmal gar nicht so leicht.

Da meldet sich zum Beispiel der Grüne Markus Ganserer zu Wort und sucht nach ein wenig medialer Aufmerksamkeit, um zu verkünden: Der Söder mache das ganz falsch. Von „Hütchenspielertricks“ ist die Rede. Da fragt sich doch der brave Zeitungsleser: Ist das wahr?

Das ist es natürlich nicht. Es ist unwahr, und es ist wissentlich unwahr – also gelogen? Da sind viele erstaunliche Sachen dabei.

Zum einen wußte der Herr Ganserer schon vor der gestrigen Vorstellung der Pläne zur Behördenverlagerung, daß er davon nichts hält. Der einzige Grund, der dafür in Frage kommt: Eine Idee von der CSU, von Markus Söder könne ja nichts taugen – so sieht die kleinkarierte Welt des Markus Ganserer aus, so entpuppt sich etwas, was in der Verkleidung eines Arguments daher kommt, in Wahrheit als ein abgeschmacktes Vorurteil. Etwas, das entgegen mancher landläufigen Meinung eher bei den Grünen vorhanden ist als bei den Schwarzen. Wie kann man nur glauben, daß einem irgendein Dummkopf abkauft, daß man schon dagegen sei, obwohl man es noch gar nicht weiß?

Aber es nimmt niemand die Website von Herrn Ganserer als Informationsmedium her; insofern ist das völlig egal. Anders aber ist es dann doch wieder bei der Zeitung.

Wieso schreiben die Nürnberger Nachrichten, daß Mittelfranken zu den „Verlieren“ der Söderschen Pläne gehöre? Das ist einfach nicht wahr, und zwar wissentlich nicht wahr. Mittelfranken gehört zu den Gewinnern: Die NN schreiben selbst, daß Mittelfranken mehr neue Arbeitsplätze bekommt, als es abgibt. Verlierer? Nein, Gewinner. Wieso steht das aber anders in der Zeitung? Das weiß vielleicht die Redaktion.

Jeder weiß, daß die Landeshauptstadt München die größte Strahlkraft im Freistaat hat. Das ist ja auch ganz in Ordnung. Gerade wieder wurde München als lebenswerteste Stadt #4 der Welt bezeichnet – Nürnberg übrigens landete auf einem ordentlichen 25. Platz in der Welt und 8. Platz in Deutschland – ganz ordentlich, möchte man meinen (hier zum Bericht).

Aber die Dichte der behördlichen Arbeitsplätze in München muß nicht ganz so hoch sein, wie sie bis dato ist. München merkt es kaum, wenn ein kleiner Teil der Arbeitsplätze abwandert, aber die schwächeren Regionen Bayerns merken es sehr stark, wenn behördliche Arbeitsplätze angesiedelt werden: die Mitarbeiter bauen Häuser, kaufen ein, gehen zum Arzt – das ist wie eine funktionierende Frischzellenkur für unsere schwächeren Regionen.

Markus Söder ist Minister für Landesentwicklung und Heimat – und die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Freistaat ist seine Aufgabe. Wer wollte das falsch finden (außen den München-fixierten Grünen)?

Wichtig ist doch auch etwas ganz anderes. Markus Söder hat lange an diesem Plan gearbeitet, und das Ergebnis bekommt auch (von Herrn Ganserer abgesehen…) Beifall von denen, die nicht naturgemäß zu den größten Anhängern der CSU im allgemeinen und von Markus Söder im besonderen gehören. Er hat aber diesen Plan erst dem Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden vorgestellt und ist dann damit an die Öffentlichkeit gegangen.

So macht man das. Und so erweist man sich auch als für das Amt des Ministerpräsidenten und das des CSU-Vorsitzenden wert und würdig.

Das wird ein Herr Ganserer vielleicht nicht verstehen. Für den mögen andere Menschen nur ein Hindernis auf dem Weg zur völligen Bewaldung Bayerns sein. Aber so sind wir nicht; wir verteufeln den Menschen nicht – wir bemühen uns, ein gutes Leben zu ermöglichen. Bayern ist die lebenswerteste Region der Welt. Ihr zwei größten Städte, München und Nürnberg, sind auf Platz 4 und Platz 25 weltweit (!). Das soll mal einer nachmachen. Vor allem irgendein Grüner. Wir aber machen es vor.

Und wir arbeiten weiter daran, die Lebensqualität nicht nur in den großen Zentren, sondern auch in den Bereichen, die heute noch etwas an der Seite liegen, zu verbessern. Das ist reale Politik, langfristig gedacht und nicht vom Wolkenkuckucksheim träumend, sondern realistisch und mit Augenmaß. Das ist Politik à la CSU, Politik à la Markus Söder.

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