Der Ludwich

© Parker brothers
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#681 Ab und zu sprichd etz der Ludwich zu Euch, und damit ma mich vom Freud unterscheidn ko, schreib ich asu, wie ich a red. Des hochgsdochene Gwaaf von dem is ja a ned immer so forchdbar widzig.

Dei Wuchn wor i wieder beim Einkaafn. Da sdenga doch so zwa „ich trag mane Kinder im Wigglduch, damit’s selbstbewußde Nervensägn werdn“-Madla im Subbermarkd, ham sich wohl zufällig droffn, und die ane steht links, in der Middn sdenga die beidn Wägn, die andere sdehd rechds, und beide Babies brüllen, wos des Zeuch häld. Mir schien eine Windelinsbekdion angsachd, aba mich had ja kana gfrochd. Aber wei ich do vorbei will an dene Madla, dou hab ich wuhl gsdörd. Dei ham ja a den ganzen Gang braucht mit ihrer Spezialaufsdellung. „Konn i da vielleichd amol durch?“, hob i ganz heiflich gfruchd.

Aber dei ham zurückgschaud, als ob i ihna an unsiddlichn Andrach gmacht hätt, so zwischen Zwiebagg und Abfiehrdee. Und dann hom’s bedond langsam a schmole Furd freigmachd im Gang, daß i mi so hob durchquedschn kenna. Dei komma a noch runder, hob i mer denkt.

Und ibahabd, dei Leid. Eingnomma von der eignen Wichdichgeid, des glabsd net. Dou is ana, den hörsd und sigsd des ganze Johr ned. Und wenn, dann wafd er hinderher rum, wos er vurher für a schlaues Birschla gwesen ist. Aber immer blous hinderher. Vorher sogt er nie was Gscheids. Erschd hinderher fällt ihm ein, daß er vurher furchtbor schlau gwesen war. Dei hab i bsonders gern. Su aner sachd Der am Sunndoch, welche Zohln er beim Loddo gspield hädd. Und dazu mochd er a wichdigs Gsichd, und Dou dengst Der blus, wie kumm i denn ganz schnell weider, daß i mir des Gwaaf nimmer anhern mou. Wodscheins sdenga wieder irgendwelche Madla mit ihrn schreienden Görn umanander und mir im Wech.

Und dann bin i a der Kasse gsdanden. A gouder Ord, um Charagderstudien zu bedreim. Am schensdn sind immer noch dei, wo a Gsbräch suchn. Da sulldn dei im Subbermarkd an einstelln, der dohinder sdehd und dauernd sochd: „Souchsd a Gsbräch? Kumm schnell her zu mir!“. Das däd helfen!

Dei Leid würdn nimmer des arme Madla an der Kasse vullschmarrn. Dei wirdn a nimmer a Verdelsdund brauchn, um a Joghurd und a Düdnsuppn einzubacken; dei wärn ganz schnell weider beim dem Mo, der ihna a Gsbräch anbieded. Allen wär ghulfen: dem einsamen Herzen, der Kassiererin, den andern in der Schlange. A win-win-win-Situation, wie ma so sagd.

A scheina Wochn wünschd Eich der Ludwich.

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