Ein Demokrat hält das aus

Bundespräsident Joachim Gauck. © 2012 Freud
Bundespräsident Joachim Gauck.
© 2012 Freud

#607 Hier geht es nicht darum, dass mir Gaucks Sätze inhaltlich gefallen. Hier geht es um das Demokratieverständnis. Die SED/Linkspartei will das Amt des Bundespräsidenten abschaffen. Hört, hört.

So sind sie. So sind sie stets gewesen und so sind sie heute noch. Es wäre viel zu einfach, sich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen. Iwo. Das macht die SED/Linke nicht; sie will lieber den Gegner (Feind?) verbieten, abschaffen. Halina Wawzyniak von der SED/Linkspartei, immerhin MdB, fordert, das Amt abzuschaffen.

Man stelle sich mal vor, die CSU würde aufgrund ihrer Mehrheit in Bayern diejenigen, die anderer Meinung sind, „abschaffen“. Der Aufschrei wäre – zurecht – groß. Gerade weil ich ein überzeugter CSUler bin, würde ich niemals die Einflussmöglichkeiten der anderen herabsenken wollen. Ein Demokrat nämlich hält die anderen aus.

Das zeigt aber am Ende des Tages doch eines: Die SED/Linkspartei besteht auch aus Zeitgenossen, die keine Demokraten sind, denen die Reife abgeht, etwas anderes als sich selbst zu akzeptieren.

Und eben deswegen ist es nicht etwa fragwürdig, dass die SPD einen Bodo Ramelow zum Thüringischen Ministerpräsidenten zu machen sich erniedrigt hat, sondern es ist und bleibt angesichts dessen, was die SED 40 Jahre lang mit Einsperren, Demütigen, Unrechtsurteilen mit ihren Untertanen tat, dies: eine Schweinerei. Und wenn sie erst die Macht haben, dann wird es mehr als das sein: dann wird es zum Verbrechen.

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