Wenn zwei das gleiche tun, ist es wohl nicht das gleiche?

Bundesminister Schmidt, Staatsminister Söder, Staatsminister Herrmann: Drei für die Region
Bundesminister Schmidt, Staatsminister Söder, Staatsminister Herrmann: Drei für die Region

#582 Staatsminister Markus Söder, Staatsminister Joachim Herrmann und Bundesminister Christian Schmidt beschlossen: Wir setzen uns dann und wann zusammen, besprechen Fragen der Kommunalpolitik, die sowieso irgendwann auf unserem Tisch landen, und machen ‚was daraus.

Söder ist auch Bezirksvorsitzender der CSU in Nürnberg-Fürth-Schwabach, Herrmann im restlichen Mittelfranken, und Schmidt ist stellvertretender Vorsitzender der CSU. Auch aus diesem Blickwinkel: es ist doch gut für Nürnberg und die Region, wenn drei Politiker unserer Region, die Parlamentszugehörigkeit, Ministeramt und Parteifunktion auf sich vereinigen, trotz recht unterschiedlicher Ressortzuschnitte regelmäßig miteinander und natürlich auch mit den Oberbürgermeistern des Städtevierecks sprechen, um Dinge voranzubringen.

Wer könnte etwas dagegen haben, und vor allem: aus welchem Grunde? Das nämlich ist das entlarvende. Wenn irgendeiner aufstünde und sagte, das sei aus irgendwelchen sachlichen Gründen nicht gut – dann wäre das zu diskutieren. Wenn aber lediglich aus Gründen der Parteizugehörigkeit gemeckert wird, dann gilt das nicht. Wenn diese Treffen nach Meinung der Lokalpresse deswegen schlecht sein sollen, weil es sich bei den dreien um CSU-Politiker handelt, dann macht diese Meinung nicht viel her.

Wir erkennen, woran wir sind, wenn es umgekehrt wäre: Wenn Söder, Herrmann und Schmidt sich nicht zu Gesprächen träfen, dann würde wohl die NN meckern, dass die drei sich nicht für das Vorankommen der Region interessierten. Oder, nochmal andersherum: Wenn drei SPD-OBs, also die von Nürnberg, Fürth und Erlangen zu regelmäßigen Runden zusammenkämen, dann fände die NN das ganz töfte.

Und deswegen ist das Geraune der NN parteiisch, das alte System der NN, das alte Miesmachen. Wer in den letzten Jahren aufgepaßt hat, wird wissen: nahezu alles, was in Nürnberg voran ging wegen der CSU voran. Das möchte doch auch mal festgestellt werden. Und deswegen ist es eine gute Sache, wenn drei Minister aus der Region sich eben wegen der Region regelmäßig treffen werden. Ob das nun die Zeitung gut findet, ist ziemlich egal.

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