Canaille Mensch

Ralf Stegner.  © CC BY-SA 3.0 Arne List über Wikimedia
Ralf Stegner.
© CC BY-SA 3.0 Arne List über Wikimedia

#547 Ralf Stegner, stellvertretender Vorsitzender der SPD, bringt die Partei eines Kurt Schumacher zum Pfandleiher. Wir wissen alle, dass Stegner ein Totengräber der Sozialdemokratie ist, findet er doch nichts dabei, wenn seine Partei, die sich 1933 gegen die Diktatur wandte und die 1946 in der Sowjetischen Besatzungszone mit der Moskau-hörigen KPD zwangsvereinigt wurde, mit der SED zusammen geht.

Dieser Stegner stellt nun Waffenlieferungen nach Israel in Frage – handele es sich doch bei Israel um ein „Spannungsgebiet“. Nun, dass ein garantiert nicht in einem „Spannungsgebiet“ liegender Staat wie etwa Monte Carlo keiner deutschen Waffen bedarf, ist einmal klar; wer soll denn Waffen brauchen wenn nicht gerade der, der in einem „Spannungsgebiet“ lebt?

„Es ist aber nicht mein Eindruck“, sagt der Weltpolitiker Stegner, der offensichtlich entweder böse ist oder von internationaler Politik so viel Ahnung hat wie ein Kleingeistiger, dessen Horizont zwischen Ostsee und Nordsee begrenzt wird, „dass Waffen im Nahen Osten dazu beitragen, das Problem zu lösen“.

Da hat er auf seine Weise recht, der Weltpolitiker von Schubladenformat namens Stegner. Die Hamas wird das nicht kümmern, denn die hat eh keine deutschen Waffen, und wenn Israel sich mangels guter Waffen nicht mehr verteidigen kann, so offenbar die Logik des Stegner, dann ist das Problem im Nahen Osten wohl endlich gelöst. Es gab schon einmal Anstrengungen zu einer „Endlösung“, aber dass ein Sozialdemokrat sich dazu hergibt, ihr solcherart das Wort zu reden, ist eine Schande.

Einem, dessen Haus dauernd in Brand gesteckt wird, den Wasserschlauch zu verweigern, ist das menschlich Allerletzte, und dass Stegner sich so äußert, kann die SPD nicht hinnehmen.

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