Ach, meine CSU

#529

Rettichessen © 2013 André Freud ('14 hatte ich kleine Kamera dabei)
Rettichessen                                                                              © 2013 André Freud (’14 hatte ich keine Kamera dabei)

Ein schwül-heißer Samstagnachmittag. An und für sich Zeit und Gelegenheit, sich ins Innere zu verziehen, etwas Kaltes aufzumachen und vor dem Abendessen ein wenig Ruhe und Kühle zu schnappen. Nicht so bei der CSU. Es ist Samstagnachmittag, heiß und schwül, und viele laufen die Wallensteinstraße raus, denn bei Pawlitzikis findet wieder das Rettichessen statt.

Der Minister hat eben 5.000 Leute im Nürnberger Sitz seines Ministeriums zum Tag der offenen Tür begrüßt, aber er ist pünktlich da. Und nicht nur, um eine Rede zu reden und einen von seinem Landtagskollegen Michael Brückner spendierten Rettich zu essen, sondern eben auch, um für jeden Zeit zu haben. Da ist die Oma, die stolz berichtet, dass sie kein Rettichessen verpasst hat; da ist der, der irgendeinen Rat braucht. Markus Söder (und Bezirkstagspräsident Richard Bartsch und andere) sind da. Sie haben Zeit, es gibt keine Hierarchie – ey, Markus, sach amol ist der normale Ton.

Ich weiß zwar nicht, ob andere Parteien auch so etwas haben. Aber ich weiß, dass mir das an der CSU sehr gut gefällt. Da sind die Grosskopferten und die Einfachen, und es gibt keine Schranken, und wir sind die CSU. Gut.

André Freud

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