Sammeln!

#513

Die Nürnberger CSU hat bei der Kommunalwahl 2014 eine schwere Niederlage hinnehmen müssen. Der OB-Kandidat bekam 24,1 % der Stimmen; die CSU für den Stadtrat erhielt 29,4 %. Beides sind schlechte Ergebnisse, und wenn dies jemand zu beschönigen versuchte, beginge er einen Fehler.

Worauf kommt es nun an? Vor allem: Zusammenstehen. Es wäre der irrwitzigste Moment, nun aufgrund – menschlich verständlicher – Frustrationen in Streit und Hader zu verfallen. Wir haben gemeinsam gekämpft und gemeinsam verloren. Ob Fehler gemacht wurden und welche, wird die Analyse der nächsten Wochen ergeben. Das wird seine Zeit dauern – schon deswegen, weil ein Teil des dafür benötigten statistischen Materials erst in einiger Zeit vorliegen wird.

Was gar nicht benötigt wird, sind Äußerungen à la „Ich habe schon immer gesagt, …“ – besonders dann, wenn der so eingeleitete Satz vor der Wahl gar nicht gesagt worden ist. Was ebenfalls nicht benötigt wird, ist das Einbringen persönlicher Aspekte in die Diskussion. Wir, die Basis der CSU, sind nun gefordert, zusammenzustehen, zusammenzuarbeiten, die Gründe der Niederlage zu prüfen und für die Zukunft die richtigen Lehren daraus zu ziehen – und sie umzusetzen.

Die Geschlossenheit ist in Zeiten der Niederlage manchmal in Gefahr. Deswegen ist es um so befriedigender, dass aus der Nürnberger CSU nur Signale der Geschlossenheit zu vernehmen sind. Das zeugt von Stärke. Die geheim erfolgte, einstimmige Wiederwahl von Sebastian Brehm zum Fraktionsvorsitzenden ist nicht nur Nachweis dafür, dass er als Fraktionsvorsitzender eine tadellose Arbeit geleistet hat, sondern auch ein Zeichen dafür, dass, warum auch immer wir die Wahl verloren haben, wir sie nicht seinetwegen verloren haben. Dieses Signal macht zuversichtlich – eine CSU, die so geschlossen steht, hat alle Möglichkeiten, sich wieder gut aufzustellen, ihre Politik im Stadtrat gebündelt und innerlich gestärkt umzusetzen und für ihre Arbeit vom Bürger gewürdigt zu werden.

Nutzen wir die Möglichkeiten, die in einer Niederlage stecken; arbeiten wir an uns, um sie in künftige Erfolge zu verwandeln.

André Freud

 

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