Die NN ist so. Sie kann nicht anders.

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Man kennt sie ja, man weiß Bescheid: Wo NN drauf steht, ist die Tendenz zur SPD nicht weit. Das ist heute wieder einmal blendend zu erkennen. Auf Seite 9, der ersten Seite des Lokalteils, wird über den Wahlkampf zur Landtagswahl im Nürnberger Norden und die beiden Kandidaten von CSU und SPD berichtet, gut die Hälfte der Seite einnehmend.

Der Vorstellung des Kandidaten Brückner widmet die NN 15 Worte – Tasdelen bekommt 24. Der Wahlkampf der SPD wird mit 173 Worten geschildert; der der CSU mit 49. Auch bekommt Tasdelen nette Attribute beigesellt („der junge Familienvater“), während derlei bei Michael Brückner – natürlich – unterbleibt. Tasdelen wird als „großstädtisch“ geschildert. Warum wird nicht erwähnt, daß Michael Brückner bei der letzten Stadtratswahl gerade in den innerstädtischen Wahllokalen besonders viele Stimmen geholt hat und sich so auf der Liste weit nach vorne bringen konnte?

Die Antwort ist einfach: Weil die NN mit diesem Bericht eben nicht berichtet, sondern Wahlwerbung für Tasdelen macht. Sie kann halt nicht anders. „Papa Marx“, wie sich der Herausgeber gerne nennen läßt, läßt nichts anderes zu.

Die Frage ist nur, warum sich das ganze dann „Zeitung'“ nennt.

CSU-Landtagskandidat für Nürnber-Nord Michael Brückner mit Ministerpräsident Horst Seehofer © Freud
CSU-Kandidat für Nürnberg-Nord Michael Brückner mit Ministerpräsident Horst Seehofer
© Freud

André Freud

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