Gegen den Eintopfsonntag 2.0!

#396

Eintopfsontag (Worms ca. 1938) Bundesarchiv Bild 133-295, CCC-BY-SA
Eintopfsontag (Worms ca. 1938)
Bundesarchiv Bild 133-295, CCC-BY-SA

Der letzte Versuch, den Deutschen vorzuschreiben, was sie gefälligst zu essen haben, begann im Oktober 1933: „Der Eintopfsonntag soll … ideell dem Gedanken der Volksgemeinschaft dienen. … Das ganze deutsche Volk soll … bedürftigen Volksgenossen … helfen.“

Ersetzt man „Eintopfsonntag“ durch „Veggie-Day“ und das völkische Gedöns durch Bestmenschen-Ziele, so merkt man: die Schablone paßt.

Nun ist freilich den Grünen nicht vorzuwerfen, daß sie Nazis seien. Ihnen ist aber vorzuwerfen, daß sie nicht davor zurückschrecken, einen in unserer Geschichte einzig dastehenden Vorgang, nämlich „Essen für den vermeintlich guten Zweck“, der bislang braun besetzt war, mit grünem Lack wiederzubeleben suchen.

Der vermeintlich „gute Zweck“ war damals die Zwangsspende für das „Winterhilfswerk des deutschen Volkes“ und ist heute die Rettung des Planeten, die aufgezwungene Happiness über vegetarisches Essen und derlei Zeug mehr.

Es geht den Staat nichts an, was seine Bürger essen. Der Staat ist keine Zwangsbeglückungseinrichtung. Den Staat geht die Lebensweise seiner Bürger nichts an. Das haben die Grünen nicht verstanden. Sie meinen offensichtlich, daß der Zweck die Mittel heiligt. Hat denen noch nie einer erklärt, wie gefährlich das ist? Oder ist es ihnen egal?

Das meiste Böse auf dieser Welt passiert nicht, weil es einer böse meint – es geschieht meistens aus guten Absichten.

Es ist ein perverser Zustand, wenn der Staat den Küchenaufseher spielt.

Was für eine Partei ist das, die auf solche Vorstellungen kommt?

André Freud

Advertisements