Die Beleidigung bleibt nicht stehen, Herr Tasdelen

#366

Arif Tasdelen (SPD)
Arif Tasdelen, SPD (©Freud)

Sehr geehrter Herr Tasdelen,

Sie haben mich – wider besseren Wissens – in aller Öffentlichkeit, und zwar beim Bieranstich der St.-Johannis-Kirchweih, beleidigt und mir unterstellt, in meinem Blog über Sie die Unwahrheit zu verbreiten. Ich fordere Sie auf, das zu unterlassen und das Gesagte zurückzunehmen.

Sie haben mich lautstark und öffentlich einen „erbärmlichen Lügner“ genannt. Nehmen Sie das zurück. Da Ihre Beleidigung meiner Person öffentlich erfolgte, hat die Zurücknahme ebenfalls öffentlich zu erfolgen. Ich habe nun – Stichwort „preußische Nacht“ – drei Tage darauf gewartet, daß Sie sich unaufgefordert melden, um die Sache zu bereinigen; leider vergebens.

Was sind das für Zustände, wenn ein SPD-Stadtrat und SPD-Landtagskandidat aggressiv auf einen CSU-Blogger zugeht und ihm gegenüber aus kürzester Distanz beleidigend und ausfällig wird? Ist das die Art von Politik, die Sie zu betreiben gedenken? Die Wählerinnen und Wähler werden zu entscheiden haben, ob sie jemanden in den Bayerischen Landtag entsenden wollen, der solche Intoleranz an den Tag legt.

Ich teile Ihnen der guten Form halber mit, daß dieses Schreibens an die SPD-Stadtratsfraktion sowie an die lokalen Medien geht. Ich teile Ihnen ferner mit, daß ich Ihre Antwort, so denn eine eingeht, veröffentlichen werde.

Politischer Streit ist kein Selbstzweck. In der Sache kann man gerne streiten, auch einmal heftig. Aber auf den Menschen hinter der politischen Meinung mit solchen Beleidigungen loszugehen, ist eines demokratischen Politikers unwürdig.

Mit – trotz allem – freundlichem Gruß,

André Freud

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