Überraschung! Überraschung?

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NN und NZ von heute wundern sich auf S. 37 über Nürnbergs Wirtschaftsreferenten Michael Fraas. Im ehemaligen Kaufhof am Aufseßplatz fand ein Poetry-Slam statt, und Fraas war – ein seltenes Lob insbesondere aus der NN – „der beste“. Er „bewies echte Bühnenqualitäten, wandelte sich schnell zum Poeten, jonglierte mit den Worten, brachte Intensität und Ausdruck in seinen Vortrag und begeisterte die Jury“.

Wer Michael Fraas kennt, den kann das eigentlich wenig überraschen. Überraschend ist doch wohl eher, daß viele einen Blick auf Politiker haben, der eine recht verengte Sichtweise aufweist. Soll denn einer des gepflegten Umgangs mit Worten und Inhalten nicht fähig sein, nur weil er Wirtschaftsreferent ist?

Es verhält sich doch eigentlich genau andersherum. Zu einem guten Politiker, zu einem guten Wirtschaftsreferenten bedarf es eben mehr als lediglich des Fachwissens. Das ist freilich unabdingbar – aber alleine nicht ausreichend.

Aber noch etwas ganz anderes ist wichtig an dieser Eröffnungsfeier im Bürgerberatungsbüro im nun nicht mehr ganz leeren Kaufhof: Sie zeigt, daß den Ankündigungen des Wirtschaftsreferenten, daß man sich kümmern werde um den Kaufhof, um den Aufseßplatz, um die Südstadt, eben tatsächlich nachhaltiger Einsatz folgt. Es ist wichtig, daß unsere Politiker sichtbar, erkennbar und authentisch an den Themen dran sind und dran bleiben. Die Stunden, die ein Wirtschaftsreferent tagsüber im Büro mit den Problemen befaßt ist, kriegt der Bürger naturgemäß nicht mit. Gerade eben deswegen ist die Teilnahme an solchen Veranstaltungen mehr als nur ein vergnüglicher Abend, sondern Nachweis der Richtigkeit des CSU-Mottos „näher am Menschen“. Gut so.

André Freud

(Text & Bild: Freud)

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