Unglaublich

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Standard & Poor’s ist eine der drei großen, weltweit führenden Rating-Agenturen. Sie bewerten die Kreditwürdigkeit von Unternehmen, aber auch von Staaten. Manche mögen Rating-Agenturen nicht – und gewiß ist durchaus einiges zu hinterfragen, aber manchmal bekommt man den Eindruck, daß die Rating-Agenturen für manchen Mißstand verantwortlich gemacht werden – obwohl sie doch eigentlich nur die Botschaft übermitteln, und die ist eben manchmal eine schlechte.

Keinen Grund zur Klage über das Rating durch Standard & Poor’s hat der Freistaat Bayern.

Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat die Kreditwürdigkeit Bayerns erneut mit der Bestnote „AAA“ bewertet. Die internationale Ratingagentur hat das Qualitätssiegel für Bayern mit der guten Haushaltslage und dem nachhaltigen Kurs zum Schuldenabbau begründet. Der Freistaat verzeichnet zudem die niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland und eine starke Investitionsquote. Auch die Steuerkraft, die breitgefächerte Wirtschaft und die niedrige Arbeitslosenquote wurden positiv gewertet (aus: NZ vom 25.04.2013)

Bestnoten für den Freistaat. Welcher deutsche Staat, ja: welcher Staat überhaupt kann das von sich sagen?

  • gute Haushaltslage
  • nachhaltiger Kurs des Schuldenabbaus
  • niedrigste Pro-Kopf-Verschuldung
  • starke Investitionsquote
  • Steuerkraft
  • breitgefächerte Wirtschaft
  • niedrige Arbeitslosenquote

Erarbeitet wird es von den Menschen. Möglich gemacht aber wird es durch eine Politik der Verantwortung und der Vernunft. Bayern ist durch seine Menschen erfolgreich – aber daß der Erfolg nicht verfrühstückt wird, sondern in eine zukunftssichernde Politik umgesetzt wird, ist das Verdienst der bayerischen Staatsregierung.

Was immer die Opposition bekritteln mag: bei Lichte betrachtet, muß ein jeder erst einmal zugeben, daß die CSU eine großartige Arbeit abliefert. Jede grundsätzliche Änderung kann nichts anderes bedeuten als eine Schwächung Bayerns. Der Kurs der CSU muß beibehalten werden, wenn Bayern weiterhin erfolgreich bleiben soll. Niemand sollte den Wähler für risikofreudig oder einfältig genug halten, daß er glauben könnte, der Erfolg würde bleiben, wenn andere regieren würden. Oder kennen Sie ein rot-grün regiertes Land, dem es gut geht? Eben.

Nun ist allerdings der Titel dieses kurzen Beitrags doppeldeutig. Zum einen ist es in der Tat für manche kaum zu glauben, daß Bayern in der weltweiten Finanzkrise den Stürmen so erfolgreich trotzt.

Wirklich unglaublich aber ist, daß die oben zitierte Meldung in der NZ von heute auf S. 19 am Rand versteckt ist – aber auf der Titelseite der Verlust von 80 Arbeitsplätzen in der Region beklagt wird. Natürlich ist das zu beklagen, und wenn es sich um ein altes Nürnberger Traditionsunternehmen handelt, dann erst recht. Dies um so mehr, als der Verfasser dieser Zeiten in seiner Modellbahn-Zeit ganz klar eine Fleischmann-Bahn hatte (und nicht etwas Märklin…). Aber man muß doch die Relationen sehen! Auf der einen Seite der Niedergang eines ohnehin schon sehr geschrumpften, nur noch kleinen Unternehmens. Auf der anderen Seite ein großartiger Erfolg einer gesamten Volkswirtschaft mit fast 13 Millionen Menschen, die der Stabilitätsanker Deutschlands und Europas sind.

Welche Meldung gehört da auf Seite 1 und welche auf Seite 19 an den Rand des Wirtschaftsteils?

Die deutsche Marotte, sich selbst schlechtzureden, feiert hier mal wieder fröhliche Urständ‘. Das ist bedauerlich. Bayern kann sich freuen über die größten Erfolge einer Politik, und wenn das jemand nüchtern feststellt, dann wird die Meldung beinahe versteckt. Auch das finde ich unglaublich.

André Freud

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Ein Kommentar

  1. beatebesten7 sagt:

    Baden-Württemberg hat auch Tripple-A erhalten. Bin mal gespannt wie lange das dort so bleibt. Bisher war es in allen Bundesländern so, dass bei Übernahme der Regierung durch rot/grün kurz darauf die Finanzen alles andere als mit Tripple A zu bezeichnen waren (Hamburg, NRW, Berlin etc.). Man darf gespannt sein.

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