Ude kommt in die „2nd city“

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Am 16. April kommt Ude nach Nürnberg. Sie, liebe Leser, werden sich erinnern: das ist dieser ältere Herr aus Oberbayern, der mit Eintritt ins Rentenalter von Kommunal- auf Landespolitik umschulen will, der kürzlich entdeckte, daß Bayern größer ist als Oberbayern und sogar so weit entfernte Länder wie Franken umfaßt, und der natürlich nur dann seinen Sitz im Maximilianeum einnehmen wird, wenn das Haus ihn gefälligst zum Ministerpräsidenten wählen wird – aber nicht, wenn er nach dem Willen der Wähler Opposition treiben soll.

Warum kommt Ude nicht zur SPD? Weil die keine Lust auf noch mehr schlechte Presse mit ihrem Spitzenkandidaten hat. Das ist durchaus verständlich. Und warum geht er zu den „Freien Wählern“? Weil Ude immer noch träumt, er könne mit Frau Bause von den Grünen und Hubert Aiwanger von den FW zum Ministerpräsidenten gewählt werden. Mal abgesehen davon, daß der bayerische Wähler nicht ganz so gestrickt ist, wie die das gerne hätten: Schon alleine die Überlegung, mit dem Oberpopulisten Aiwanger, einem mir von Herzen unsympathischen Anbiederer, gemeinsame Sache machen zu wollen, ist für die einst stolze Dame SPD ein enormer Abstieg.

Soll man als CSUler raten, die Veranstaltung zu besuchen? Ich rate: Ja, liebe Leser, gehen Sie hin! Denn eines ist klar: in unserer Presse, besonders in Nürnberg, wird die SPD stets sehr liebevoll behandelt. Der Herausgeber von NN und NZ läßt sich nicht zufällig gerne „Papa Marx“ nennen. Deswegen haben viele Nürnberger aus ihrer Zeitung ein mutwillig positiv gefärbtes Bild von Ude und der BayernSPD im Kopf. Nichts aber wirkt so gut gegen Wahlkampfgedöns wie die reale Wahrnehmung oder die Wahrnehmung der Realität. Gehen Sie hin und fragen Sie sich, ob Sie diesem Herrn zutrauen, Bayern zu regieren.

Warum heißt es in der Überschrift „second city“? Weil das ein Ausdruck ist, den OB Uli Maly (SPD) gerne mal auf Nürnberg verwendet. Und weil der Münchner Ude das ebenfalls so sieht. Ude geht aufs Dorf – so dürfte er das sehen.

Es ist Ude zu danken, daß er in Nürnberg eine Veranstaltung besucht, in der er den Besuchern zeigen wird, warum SPD zu wählen falsch, falsch, falsch ist.

André Freud

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