Wetterleuchten

von André Freud:

Horst Seehofer

 

Die bayerischen Zeitungen, und nicht nur sie, bringen Berichte und Analysen über Bemerkungen des CSU-Vorsitzenden und Ministerpräsidenten Horst Seehofer. Auf diese vielen, sich im analytischen Teil eher auf Mutmaßungen stützenden Versuche einer Interpretation muß hier kein weiterer begonnen werden. Im Lateinischen gibt es die schöne Wendung res ipsa loquitur, die Sache spricht für sich selbst. Und genau so ist es.

Worauf kommt es nun an? Zum einen darauf, daß Seehofer bereinigt, was bereinigt werden kann. Das zu tun, ist allein an ihm. Für Markus Söder hingegen kann es nur darauf ankommen, in der Sache weiterhin seine Arbeit zu machen. Er macht sie gut, er macht sie erfolgreich, und das wissen die Menschen auch. Auch der politische Gegner tut sich mehr als schwer, an der Amtsführung des Finanzministers Söder Kritik zu üben. Die bayerischen Finanzen sind im besten Zustand, in dem sie je waren – Resultat der Arbeit der Bürger, aber daß diese sich so gut auswirken kann, hat eben sehr wohl mit politischen Rahmenbedingungen und guter Finanzpolitik zu tun, und die macht Markus Söder. In anderen Bundesländern sind die Voraussetzungen ähnlich gut, aber die Finanzen in schlimmer Unordnung, wie man derzeit am traurigen Beispiel Baden-Württemberg erkennen kann.

Deswegen kann es nur eines geben: konsequent weiter arbeiten. Mag auch mal ein Sturmwind toben – es hilft ja nichts, aufs Wetter zu achten. Dadurch wird es nicht besser. Markus Söder hat schon so manches überstanden, und stets, wenn Mitbewerber manches Mal meinten, sein politischer Aufstieg sei beendet, täuschten sie sich: dann ging er erst richtig los.

Bild: Freud

 

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