Doch noch einmal: Tempo 30 und Ferien.

von André Freud:

Wäre ich ein Stadtrat, was ich nicht bin, schriebe ich folgenden Antrag:

Die Stadtverwaltung möge ermitteln, welche Kosten damit verbunden sind, die Tempo-30-Regelungen vor Schulen während solcher Ferien, bei denen das jeweilige Schulgebäude 14 Tage oder länger für Schüler geschlossen bleibt, vorübergehend außer Kraft zu setzen.

Hintergrund: In Bayern sind jährlich während Sommer-, Weihnachts-, Ostern- und Pfingstferien über zwölf Wochen, also rund ein Viertel des Jahres, die Schulen geschlossen. Dennoch soll in dieser Zeit aus Gründen der Verkehrssicherheit vor den meisten Nürnberger Schulen Tempo 30 gelten. Es ist sinnlos, den Verkehr abzubremsen, wenn dadurch wochenlang kein Beitrag zur Verkehrssicherheit geleistet wird. Überdies kann durch eine zeitliche Aufhebung des Tempolimits verhindert werden, daß an diesen Strecken Radarmessungen vorgenommen werden, die dann in der Öffentlichkeit als ‚Abzocke‘ wahrgenommen werden dürften. Deswegen sind, wenn das mit vertretbaren Kosten verbunden ist, die Tempo-30-Schilder während der genannten vier längeren Ferien außer Kraft zu setzen, im Wege der Verhüllung oder der Überklebung mit einer Folie.

Findet sich ein Stadtrat für diesen Antrag?

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