Darum: CSU

von André Freud:

Wenn’s dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis. Vielen kam dieser Satz schon in den Sinn, als vor andertviertel Jahren in Baden-Württemberg eine traurige Sensation geschah, als ein Grüner Ministerpräsident wurde und mit der SPD als Juniorpartner eine Koalition begründete.

Nicht einmal tiefschwarze Beobachter des Zeitgeschehens hätten wohl die Prognose gewagt, daß Kretschmann und Grün/Rot nur wenig mehr als ein Jahr brauchen würden, um das (einst) prosperierende Baden-Württemberg finanziell gegen die Wand zu fahren. Während der oft (aber warum?) als ach so bürgerlich bezeichnete Herr Kretschmann seine Baden-Württemberger mit dem Versprechen, zusätzliche Lehrer einzustellen (Wahlprogramm der Grünen), verkündete er nun die Streichung von 11.600 Lehrerstellen. Man versuche bitte, sich diese Zahl vorzustellen: 11.600!

Darüber hinaus dürfte die gemeinhin als sparsam gerühmten Baden-Württemberger wenig begeistert gewesen sein, als sie erfuhren, daß für das grün-rote Beglückungsprogramm drei Milliarden zusätzliche (!) Schulden aufgenommen werden müssen. Baden-Württemberg muß durchschnittlich 5 % Zinsen bezahlen – macht etwa 150 Millionen nur für Zinsen. Dafür könnte man wieviele Lehrer bezahlen? Jedenfalls: viele. Wir Bayern müssen nur 2,5 % Zinsen – die Hälfte! – bezahlen; eine klare Aussage der Finanzmärkte, wie sie Bayern wirtschaftlich und politisch einstufen.

Und nun zu Bayern. Wir bauen keine Lehrer ab, wir stellen 1.800 zusätzliche Lehrer ein, die meisten davon übrigens nicht mit Zeitverträgen, sondern gleich ordentlich und richtig als Beamte auf Lebenszeit. Wir tilgen im kommenden Haushalt eine Milliarde Schulden und legen zwei Milliarden als Reserve zurück, falls die Konjunktur auch bei uns nicht mehr ganz so brummen sollte, wie sie es tut. Was Baden-Württemberg an Schulden macht, haben wir an Überschuß in der Kasse. Noch vor einem Jahr war Baden-Württemberg aber unser schärfster Konkurrent, wenn es darum ging, welches Bundesland wirtschaftlich und finanziell in Deutschland führend ist. Tempi passati, vergangene Zeiten!

Angesichts dieser schlimmen Bilanz nach nur einem Jahr grün-roter Regierung wird sich der eine oder andere Baden-Württemberger schon ordentlich über seine Stimmabgabe geärgert haben. Aber nun heißt es: durchstehen bis zur nächsten Wahl.

Und für alle, die das Glück haben, in Bayern zu leben und zu wählen: darum CSU.

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4 Kommentare

  1. Mike sagt:

    Su a Gschmarri: Du hasd ja überhapts ka Ahnung. Grad Verwaltungsstelln wern doch gsuchd! Weil des organisadorische Gschmarri die Bürgervereine und Kirchn ebm ned a nu baggn. Des is doch grod worums gehd. Da had der Vogl scho rechd. Und eingdlich müsserd Euer Wirtschftsreferent helfen, aber des hadder ned. A wenn der des in Dein CSU-Blogg und -Hirn ned neibassd. 🙂

  2. Ihr Kommentar wirkt, pardon, etwas wirr.

  3. Steinar Thomasson sagt:

    Wieviele Lehrer könnte man nur von dem bezahlen, was Herr Mappus seinem Freund Notheis als Differenz zukommen ließ – die Differenz zwischen Kauf- und Marktpreis pro EnBW-Aktie plus überhöhter Provision für Notheis‘ Bank???

  4. 1.: Die EnBW-Affäre ist noch nicht ausermittelt. Daher bitte mit Bedacht formulieren. 2.: Ob der Preis (Kosten) zu hoch war, steht noch nicht fest. 3.: Falls der Preis (Kosten) zu hoch war, dann ist BaWü Schaden entstanden bzw. Gewinn vorenthalten worden. 4. Politisch mag ich den Stefan Mappus, weswegen es mir wirklich leid täte, wenn er so gefehlt haben sollte, wie es ihm vorgeworfen wird. 5. Bei aller Kritik an Mappus und da BaWü-CDU: das hat nichts mit Bayern und der CSU zu tun. 6.: Das Minus in der BaWü-Kasse hat Kretzschmann unabhängig von der EnBW-Sache zu verantworten. Studiengebühren, Abschaffung des Lebensarbeitszeitkontos (eine BaWü-Eigenheit) schlagen mit > 300 Millionen € zu Buche. Die Personalkosten steigen um 600 Millionen € pro Jahr – damit sind die größten Einzelpositionen des BaWü-Haushaltschaos‘ erklärt.Finanzpolitik à la Grün-Rot. Immer bitte mitdenken: 11.600 (!!!) gestrichene Lehrerstellen. Wir in Bayern stellen 1.600 neue Lehrer ein. Und haben nun 40.000 Polizisten. Das sind Standards, die ihresgleichen suchen. Nur: war bisher BaWü ein etwa gleichstarker Gegner, fällt das Land nun zurück. Obwohl 2012 das bisherige Rekordjahr im Steueraufkommen BaWüs ist, reicht es hinten und vorne nicht. So schaut’s aus.

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