Klartext. Und gut ist’s.

von André Freud:

Markus Söder wurde mit dem Satz „Der Islam ist Bestandteil Bayerns“ viel zitiert. Journalisten versuchten, in diesen klaren Satz etwas hinzuinterpretieren. Das ist nicht gelungen. Was der CSU-Bezirksvorsitzende sagte, war ebenso einfach wie richtig: In Bayern leben Moslems, also ist die Religion Islam eine der Religionen, die hier praktiziert werden. Und? Das ist nichts anderes als die Beschreibung eines offensichtlich zutreffenden Sachverhalts. Eine – von vielen so verstandene – Anspruchsgrundlage, wie sie im Satz Wulffs „Der Islam gehört zu Deutschland“ gesehen wurde, schuf Söder damit nicht.

Mit Hinweis auf die vielen in Bayern gut integrierten Menschen aus aller Welt, unter ihnen natürlich aus Moslems, stellte Söder klar, daß wir denen gegenüber, die sich hier integrieren, offen sind. Wir brauchen sie, wir wollen sie.

Neben diesen beiden grundsätzlichen Erklärungen ist viel Raum für Politik. Wir haben Chancen und Risiken zu erkennen und politisch darauf zu reagieren und gute Regeln zu machen. Der Satz ist also weder ein Anlaß für wen auch immer, daraus irgendwelche Ansprüche zu formulieren. Söder tat nichts anderes, als die für jeden wahrnehmbare Wirklichkeit in einem kurzen Satz auszudrücken. Und damit hat es sich.

Bild: Pressestelle des Bayerischen Landtags

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