Häßlich. Hingehen!

von André Freud:

Der Friedrich-Ebert-Platz war mal ein schöner Platz. Mit recht viel Grün und menschenfreundlicher Gestaltung. Heute ist er eine öde Brache, einerseits ganz dem Verkehr geopfert, was aber andererseits nicht einmal gelungen ist. Mit merkwürdigen Fahrspuren, mit unsinnigen Stau-verursachenden Elementen, sinnlos gesperrten Wegen. Ohne Grün, aber mit Orgien in Beton – wie im Idar-Oberstein der 1970er, so sieht er leider aus, der Friedrich-Ebert-Platz.

In Wikipedia gibt es einen Artikel über den U-Bahnhof Friedrich-Ebert-Platz, den man hier nachlesen kann. Es wurde mit massivem Druck versucht, die Kritik am Bauwerk aus diesem Artikel herauszudrücken, zu zensieren. Das ist nicht gelungen. Wir leben doch in einer Welt, in der man Fehler kritisieren darf und nicht mundtot gemacht wird.

Die Kritik an der Gestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes geht weiter. Die CSU-Ortsverbände Altstadt-Mitte, Maxfeld-Schoppershof und St. Johannis laden zu einer Ortsbegehung ein: am Mittwoch, 13. Juni 2012 um 1730, Treffpunkt am U-Bahn-Aufgang vor der HypoVereinsbank – siehe Bild. Besprochen wird die Möglichkeit von Verbesserungen des tristen Zustands; ferner wird beraten, wie die Grünanlagen und der Colleggarten gestaltet werden können.

Es nehmen teil:

  • Ronald Höfler, 2. Werkleiter SÖR Nürnberg
  • Joachim Thiel, Stadtrat (CSU), stadtplanungspolitischer Sprecher
  • Andreas Krieglstein, Stadtrat (CSU), Sprecher für SÖR-Angelegenheiten
  • Tobias Schmidt als Vorsitzender des Vorstadtvereins Nürnberg-Nord

Eingeladen sind nicht lediglich CSU-Mitglieder, sondern jedermann. Nur wer sich engagiert, kann auch wirklich mitentscheiden. Vor allem müssen wir verhindern, daß sich solche stadtplanerischen Fehlleistungen (so sehe ich es) wie der kaputtgestaltete Friedrich-Ebert-Platz in Nürnberg wiederholen. Und wir müssen versuchen, aus dem Friedrich-Ebert-Platz noch das Beste zu machen, was daraus noch zu machen ist.

In seiner jetzigen Gestalt ist der Platz das Werk einer SPD-Verwaltung, die den Kontakt zum Bürger verloren hat. Und wieder ist es wahr: wir müssen gestalten, nicht verwalten.

Bild: Freud

Advertisements