Aufgemerkt!

von André Freud

Aufgemerkt, Herr Oberbürgermeister!

  1. Stadt ersteigert Quelle-Areal
  2. Ein kleiner Kreis von Stadträten entwirft die Details eines neuen Universitäts-Standorts „auf Quelle“
  3. Ob neue Uni oder Friedrich-Alexander-Universität, ob neuer FH-Ort oder ob eine neuartige Verbindung zwischen Uni und FH, das wird zügig beraten und beschlossen. Vor Wettbewerb muß man nicht zurückschrecken. Nürnberg ist faktisch kein starker Uni-Standort – das kann besser werden.
  4. Das Quelle-Areal ist bestens geeignet. U-Bahn vor der Tür, S-Bahn an der Hintertür, Autobahn-Anschluß (wenn die SPD endlich einmal wirklich und real zustimmt, die unsägliche Lücke im Frankenschnellweg zu schließen), bezahlbarer Wohnraum in der näheren Umgebung, direktes Angebot auch an die Fürther Jugend, in Nürnberg zu studieren – und für die, die es womöglich aus Erlangen hierher zieht, ist der Standort Fürther Straße auch eklatant besser als die EWF oder die Akademie an ihren – pardon – randständigen Standorten oder die (baulich auch eher eine Sünde darstellende) WiSo.
  5. Gostenhof wird massiv aufgewertet, die seit Jahrzehnten von der Politik betreute Abwärtsentwicklung dieses Stadtteils würde gestoppt werden.
  6. Geld für eine Universität ist in Bayern, ist in Deutschland verfügbar. Wir können gar nicht genug gut ausgebildete Menschen haben. Mit dem richtigen Impuls – vielleicht einem Verbund zwischen Uni und FH, oder – warum nicht? – einer Uni-Neugründung kommt der richtige Schmiß hinein, und die Sache kann zum Selbstläufer werden.
  7. Das Areal ist dafür grundsätzlich baulich geeignet.

Nicht lange fackeln! Den Bedenkenträgern die Tür weisen! Handeln!

NB: Das ist eine Idee. Vielleicht gibt es schwere Gründe dagegen – mir sind keine bekannt. Aber wenn das realisierbar ist – dann macht es! Nürnberg fehlt eine Uni – wir haben nur das, was in Erlangen beim besten Willen keinen Platz mehr hat. Die meisten Fakultäten sind in Nürnberg gar nicht vertreten. Das ist der zweitgrößten Stadt Bayerns unwürdig. Und Gostenhof braucht etwas, was stark genug ist, von selbst positiv auf Gostenhof zu wirken. Das wäre das 17. Einkaufszentrum mit Sicherheit nicht, und auch das 28. „Business Center“ wäre es nicht. Die leben vom Umfeld, aber geben nichts zurück. Eine Uni – die würde Gostenhof in zehn, fünfzehn Jahren zum angesagtesten Stadtteil Nürnbergs machen, und zwar ohne einen Cent zusätzlicher Ausgaben. Nürnberg würde wachsen, Kultur und Unterhaltung und Niveau würden zunehmen, der Verspießerung würde entgegengewirkt, und es würden die guten Ergebnisse von Zuwanderung zur Geltung kommen. Man sage mir, was an dieser Idee nicht gut wäre! → Dazu kann man oben rechts die Sprechblase benutzen, damit können Kommentare abgegeben werden.

Bild: out of copyright (© US patent pending 1935)

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